Werkschau Artist in Residence 2026 

Sonntag, 13. September 2026 · 10–18 Uhr

Fünf Künstlerinnen, zwei Residenzprogramme und drei Gastbeiträge: Am 13. September öffnet der Kunsthof Niederarnsdorf seine Räume für die Werkschau der Artist in Residence 2026. Angelika Waniek, Line Krom, Jule Backmann, Wiebke Kowal und Emilie Spengler haben das Altenburger Land mit unterschiedlichen künstlerischen Methoden erforscht – seine Magerwiesen und Kulturlandschaften, landwirtschaftlichen Stäube und regionalen Rohstoffe ebenso wie textile Wissensbestände und Formen gemeinschaftlichen Handelns.
 
Entstanden sind ein performatives Wiesen-Hörstück, experimentelle Druckgrafiken aus landwirtschaftlichen Rückständen, materialforschende Arbeiten mit regionaler Schafwolle, Freiluftmalereien zur Kulturlandschaft sowie ein partizipatives textiles Projekt, das Handwerk als sozialen und kommunikativen Raum versteht.
 
Als Gastbeitrag zeigen die Absolventinnen der Fakultät Angewandte Kunst Schneeberg (WHZ) Cora Bellach, Viktoria Jung und Martha Claußner Arbeiten aus dem Reallabor „Grüner Topfmarkt Altenburg“. Bellach untersucht poröse und lebendige Materialsysteme zwischen Objekt, Pflanze und Raum; Jung entwickelt ein modulares, reversibles Flächensystem für regeneratives Weiterbauen; Claußner entwirft Stadtmöbel aus Naturmaterialien, die Aneignung und spontane Nutzung ausdrücklich zulassen. Gemeinsam öffnen die drei Arbeiten Perspektiven auf Stadtökologie, Materialkreisläufe und eine zirkuläre, klimaresiliente Gestaltung des öffentlichen Raums.
 
Die Ausstellung verbindet Kunst, Materialforschung und gesellschaftliche Praxis und fragt, welche Ressourcen direkt vor unserer Tür liegen, wie sich Landschaft und Material verändern und wie künstlerische Arbeit neue Beziehungen zwischen Menschen, Orten und ökologischen Systemen entstehen lassen kann.
 
Kunsthof Niederarnsdorf · Heinrich-Heine-Straße 7 · 04603 Niederarnsdorf
 
Ausstellung bis 11. Oktober 2026.
 
„in circuit 2026“ wird durch die Kulturstiftung Thüringen gefördert. „Stadt.Land.Kult(o)ur – demokraTISCH unterwegs“ wird im Rahmen von Aller.Land gefördert.

„Aller.Land – zusammen gestalten. Strukturen stärken.“ ist ein Programm für Kultur, Beteiligung und Demokratie. Es richtet sich an ländliche, insbesondere strukturschwache ländliche Regionen in ganz Deutschland. Gefördert wird „Aller.Land“ durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) und das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) sowie durch die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb). Programmpartner ist das Bundesministerium des Innern (BMI). Der Bund stellt für das Programm von 2023 bis 2030 insgesamt 69,4 Millionen Euro aus dem Bundesprogramm Ländliche Entwicklung und Regionale Wertschöpfung (BULEplus) sowie aus Mitteln der bpb zur Verfügung. www.allerland-programm.de