Vision

Im Mai 2022 war Baubeginn für das Vorhaben der  Instandsetzung eines denkmalgeschützten Vier – Seitenhofes im Altenburger Land von 1809, welcher seit 20 Jahren leer stand und bereits dem Verfall preisgegeben war.

Mit der Instandsetzung soll ein  wichtiges kulturelles Erbe Mitteldeutschlands mit einem hohen Nutzungspotenzial für die heutigen Bedürfnisse von Menschen aus Stadt und Land erhalten und durch ein neues Nutzungskonzept revitalisiert werden.  Das Projekt wird gefördert vom LEADER Programm.

Durch Kooperation mit dem 2017 in Leipzig gegründeten Kulturverein Forum zeitgenössische Hybridkultur e.V. sowie beteiligten Künstlerinnen und Künstlern erhält der Hof eine Zukunftsperspektive als Ort der Kreativität, Kultur und Begegnung.

In mehreren Bauabschnitten werden die vier Gebäude des Hofes dafür in den kommenden Jahren instandgesetzt.
Zunächst entsteht im Wohngebäude ein Salon als Ort für Begegnung, Austausch und kleinere Veranstaltungen. Im ehemaligen Kuhstall soll ein Galerie-Café, in der bisherigen Scheune offene Ateliers für Arbeitsaufenthalte und Formate der kulturellen Bildung entstehen. Nach und nach folgen Übernachtungs- und Wohnmöglichkeiten für Gäste aus Kunst, Kultur und Tourismus sowie Räume für Kinderbetreuung. 
Künstler:innen der Sparten Bildende Kunst, Künstlerische Forschung, Literatur und Darstellende Kunst wird durch ein Residenzprogramm ermöglicht werden, vor Ort fokussiert und in ländlicher Ruhe zu arbeiten, im spartenübergreifenden Diskurs mit Kolleg:innen.  
Fertiggestellte Arbeiten aus dem Residenzprogramm werden im Rahmen von Veranstaltungen präsentiert, ein Skulpturengarten ist geplant. Auch freie Arbeitsaufenthalte sollen möglich sein. Die Kinderbetreuung erleichtert das Arbeiten für Kulturschaffende mit Familie.

In den Sommermonaten werden Workshops in verschiedenen Bereichen angeboten und eine Kinder-Akademie mit Ferienprogramm.

Kulturelle Nahversorgung und öffentliche Veranstaltungen bieten ein attraktives, zugleich generationenübergreifend zugängliches kulturelles Angebot in der Region mit überregionaler Strahlkraft. Dabei entstehen Synergieeffekte, die sich strukturell positiv auswirken und z.B. neue Arbeitsplätze vor Ort schaffen sowie Ausbildungsplätze, Praktika im Kulturbetrieb und FSJ Kultur.

Das vom Fonds Soziokultur geförderte kulturelle Programm „KOOP Stadt Land“ startet bereits im Juli 2022 mit einer Reihe thematischer Erzählsalons und zwei künstlerischen Stipendien unter Einbindung der lokalen Bevölkerung, Zuggezogenen sowie Künstlerinnen und Künstlern aus Thüringen oder auswärtigen Künstlern mit einem Projekt, welches sich explizit dem Altenburger Land widmet.